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Mit einem Mercedes-Benz Axor von Paris nach Peking

Mit einem Mercedes-Benz Axor von Paris nach Peking
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Zwei Kontinente, sieben Zeitzonen, 13 605 Kilometer mit über 2 000 Metern Höhenunterschied – die Fahrzeuge der Tour „Paris – Beijing 2006“ haben zwischen dem 21. Oktober und dem 17. November 2006 ein Marathon-Programm bewältigt. Dem Haupttross voraus fuhr ein Axor 1833 L. Schlüsselfunktion des Lkw und seiner Crew war die Betankung der gesamten Flotte mit Dieselkraftstoff.

„E-Class-Experience“ hieß das Abenteuer, das von der französischen in die chinesische Hauptstadt führte. Im Vordergrund stand der Nachweis hoher Zuverlässigkeit und geringen Verbrauchs von Motoren mit modernster Dieseltechnologie. So hatte DaimlerChrysler 33 Teams mit Mercedes E 320 CDI und drei mit E 320 Blue-Tec auf die Reise geschickt.

Eine der logistischen Herausforderungen war die Versorgung mit Kraftstoff. Mehr als 40 000 Liter wurden auf der Rekordfahrt verbraucht. Auch an allen 23 Etappenzielen östlich von Berlin sollte schwefelarmer Diesel höchster Qualität zur Verfügung stehen. Die Lösung fanden die Organisatoren der Tour gemeinsam mit der Mineralölfirma Aral und der Hamburger Spedition Hoyer.

Aral füllte in Gelsenkirchen 23 Tankcontainer mit Aral Super Diesel. Hoyer ließ 14 dieser Container per Eisenbahn nach Warschau transportieren und von dort aus per Lkw zu den Zielorten der Tagesetappen in Polen, Litauen, Lettland, Estland, Russland und Kasachstan. Die übrigen neun Container brachte ein Containerschiff von Rotterdam nach Schanghai. Von dort aus wurden sie ebenfalls per Lkw an die Etappenziele in China geliefert.

Die vierköpfige Crew des Axor hatte die Aufgabe, die 36 E-Klassen und 19 Begleitfahrzeuge direkt bei Ankunft am Etappenziel zu betanken. Mit einem Vorsprung von drei bis vier Stunden zum Hauptfeld starteten der Axor und „seine“ begleitende G-Klasse für zwei der Fahrer. Am Tagesziel bauten die vier Fahrer eine mobile Zapfsäule einschließlich Generator und Dieselauffangbecken auf.

Gestartet sind die Teilnehmer der Rekordfahrt am 21. Oktober in Paris – bei milden, eher spätsommerlichen Temperaturen. In Estland bekam der Axor den ersten schweren Herbststurm der Saison zu spüren, den ersten Frost in Moskau. Der Ural, die Grenze zwischen Europa und Asien, hatte mit dichtem Schneetreiben und ungeräumten Straßen winterliche Reize. Im kasachischen Almaty, früher Alma-Ata, konnten die Fahrer noch einmal frühlingshafte 20 Grad genießen. Im wilden Westen Chinas war der höchste Punkt der Reise zu überwinden, ein 2 200 Meter hoher Pass im Tian-Schan-Gebirge.

Doch Höhenluft und Witterungsbedingungen ließen den Axor und seine Fahrer unbeeindruckt. Souverän spulten sie Kilometer um Kilometer Richtung Osten ab. Der kräftige 326 PS (240 kW) Reihensechszylinder mit einem maximalen Drehmoment von 1 300 Newtonmetern stellte zuverlässig die nötigen Reserven bereit, um auf den meist nur zweispurigen Fernstraßen zu überholen.

Auch der Zustand der Fahrbahnen konnte weder dem Fahrzeug noch der Crew etwas anhaben. Bei Schlaglöchern, Bodenwellen und Verwerfungen konnten Fahrwerk, Fahrerhauslagerung und die luftgefederten Sitze ihre Trümpfe ausspielen. Der Axor hat seinen Härtetest mehr als bestanden.

Ausgerüstet mit Blue-Tec, verbrauchte der Axor auf der gesamten Strecke trotz der anspruchsvollen Bedingungen durchschnittlich nur rund 23 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Blue-Tec von Mercedes-Benz entwickelt sich weltweit immer mehr zur führenden Dieseltechnologie. Sie garantiert nicht nur die Einhaltung aktueller und künftiger Emissionsrichtlinien in den verschiedenen Ländern, die Technologie hilft Kunden auch, den Kraftstoffverbrauch ihrer Fahrzeuge deutlich zu senken. Denn Blue-Tec ermöglicht eine höhere Verbrennungstemperatur im Motor. Das steigert den Wirkungsgrad des Dieselmotors, senkt den Verbrauch und setzt weitere Leistungsreserven frei.

Blue-Tec besteht aus einem optimierten Motor, der die Russpartikel enorm reduziert, und der Selective Catalytic Reduction (SCR), bei der das sogenannte Ad-Blue in den Abgasstrom eingedüst wird, um den Ausstoß von Stickoxiden zu minimieren. Mit den weiterentwickelten Motoren ist ein leistungsgesteigertes Angebot möglich geworden. Bereits 2004, zwei Jahre vor dem Pflichttermin von Euro 4 und fünf Jahre vor dem Pflichttermin von Euro 5, bewährten sich erste Blue-Tec-5-Actros im harten Speditionsalltag. Die Technologie ist so zuverlässig wie erfolgreich – mittlerweile haben rund 40 000 Blue-Tec-Lkw das Stammwerk in Wörth verlassen.

Schon 2003 eröffneten die ersten Ad-Blue-Tankstellen in verschiedenen europäischen Ländern. Heute ist das Versorgungsnetz für den Betriebsstoff der Blue-Tec-Dieseltechnologie in Europa flächendeckend. Für die Tour „Paris – Beijing 2006“ hatte die Axor-Crew einen Zusatzkanister Ad-Blue an Bord. Sie hatten ausgerechnet, dass die Tankfüllung für fast 10 000 Kilometer reicht. Erst in Almaty, also im Osten Kasachstans wurde Ad-Blue nachgefüllt. Das reichte bis zum Ende der letzten der 25 Etappen am 17. November in der chinesischen Hauptstadt Peking.

Die E-Class-Experience erinnerte an das legendäre Rennen von Peking nach Paris vor 99 Jahren, zu dem die französische Zeitung Le Matin aufgerufen hatte. Damals waren fünf Teams angetreten. Der Gewinner, Prinz Scipione Borghese, war nach 62 Tagen in Paris über die Ziellinie gerollt.


27 November 2006
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