F3 Macau: Mike Conway gewinnt | Click to enlarge |
Ein Sieg in Macau war in der Vergangenheit mehrmals der Durchbruch zu einer große Motorsportkarriere: 1983 gewann Ayrton Senna, 1990 Michael Schumacher, 1991 David Coulthard und 1995 Ralf Schumacher. Der Erfolg von Conway ist der dritte Sieg eines Dallara Mercedes Fahrers in Macau in Folge, das Masters in Zandvoort haben Dallara Mercedes Fahrer bereits viermal hintereinander gewonnen.
Im ersten Qualifying am Donnerstag setzte sich der 22 Jahre alte Este Marko Asmer, 2006 Siebter der japanischen Formel-3-Meisterschaft, mit einem Dallara Mercedes des Hitech Racing Teams in 2:13.965 an die Spitze. Im zweiten Qualifying am Freitag fuhr Kamui Kobayashi, Achter der Formel-3-Euroserie 2006, im Dallara Mercedes des ASM-Teams mit 2:13.449 Bestzeit. Der 20 Jahre alte Japaner sicherte sich damit die Pole Position für das Qualifikationsrennen am Samstag. Kobayashi gewann den Zehnrunden-Sprint (61,2 km) mit einem Start-Ziel-Sieg. Zweiter wurde Asmer vor Kohei Hirate in einem Dallara Mercedes des Teams Manor Motorsport. Der Schotte Paul di Resta, Meister der Formel-3-Euroserie 2006, wurde im ASM Dallara Mercedes Vierter.
Den “Formel 3 Grand Prix“ am Sonntag gewann Mike Conway aus dem Räikkönen-Robertson-Racing Team, das Formel-1-Fahrer Kimi Räikkönen und seinem Manager Steve Robertson gehört. Conway setzte sich mit Nachdruck vom siebten Startplatz aus in der ersten Runde an die Spitze und siegte nach 15 Runden mit 1.489 Sekunden vor Richard Antinucci (Dallara Mercedes) und dem 23-jährigen deutschen Spyker-Formel-1-Testfahrer Adrian Sutil (Dallara Toyota). Kobayashi, Asmer und di Resta scheiterten in der ersten Kurve, di Resta prallte kurz darauf in die Begrenzungsmauer und blieb noch in der ersten Runde mit beschädigtem Auto stehen. Das Safety Car neutralisierte das Rennen für drei Runden. Kobayashi war Neunter, als er in der zehnten Runde mit dem Franzosen Romain Grosjean kollidierte und auf Rang 24 zurückfiel. Er wurde am Ende 19. Die schnellste Runde des Rennens fuhr der Brasilianer Roberto Streit in einem Dallara Mercedes des Prema Powerteams in 2:12.527. Beim Kampf um Platz sieben kollidierte der Brasilianer in der letzten Runde mit dem nach Crash im Qualifikationsrennen als Letztem gestarteten deutschen BMW-Sauber-Formel-1-Testfahrer Sebastian Vettel (Dallara Honda Mugen). Beide fielen dabei aus.
Mike Conway: „Nach dem Gewinn der Britischen Formel-3-Meisterschaft ist dies eindeutig der bislang wichtigste Sieg in meiner Karriere. Ich freue mich riesig über diesen Erfolg. Ich bin gut gestartet und habe mich aus allen Zwischenfällen herausgehalten und die Führung übernommen, als vor mir drei Fahrer die erste Ecke nicht schafften. Nach der Safety Car Phase habe ich mich voll darauf konzentriert, meinen Vorsprung ins Ziel zu bringen.“
Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug: „Der dritte Sieg in Folge beim prestigeträchtigen Formel-3-Rennen in Macau ist ein schönes Resultat für unsere Junioren-Förderung zum Saisonabschluss 2006. Der Formel-3-Nachwuchs hat in Macau ein wichtiges Sprungbrett, wie die vielen früheren Sieger mit ihrer anschließenden Formel-1-Karriere beweisen – allen voran natürlich Michael Schumacher, der bei seinem Sieg vor 16 Jahren von Mercedes-Benz gefördert wurde, wie zahlreiche Motorsport-Junioren seither. Unser aus der Serie stammende Vierzylinder M271-Motor ist für Teams und Fahrer dabei eine zuverlässige und ausgesprochen siegreiche Antriebsquelle und hat sich dieses Mal mit Mike Conway und Räikkönen-Robertson-Racing gegen vier Motor-Wettbewerber durchgesetzt. Dazu meinen herzlichen Glückwunsch – Mike und sein Team haben ihren Rivalen gezeigt, dass sich die Besten der Britischen Meisterschaft keineswegs hinter den Konkurrenten der Formel 3 Euro Serie verstecken müssen.“
27 November 2006
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