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Großer Preis von Spanien, Bmw Sauber F1 Team: Vorschau

Der Blick ist nach vorn gerichtet. An den Standorten des BMW Sauber F1 Teams in Hinwil und in München wird mit Hochdruck an Verbesserungen für den F1.09 gearbeitet. Zum Europaauftakt der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft 2009 am 10. Mai in Barcelona tritt das Team mit einem ersten Weiterentwicklungspaket an.

Robert Kubica:
„Ich freue mich auf das Rennen in Barcelona. Es ist schön, dass die Formel 1 nach dem Block der vier Überseerennen nun nach Europa zurückkehrt. Weil alle Formel-1-Teams auf dem Circuit de Catalunya getestet haben, rechne ich damit, dass das Feld dort sogar noch enger zusammen liegt, als dies bereits bei den zurückliegenden Rennen der Fall war. Wir bringen ein neues Aerodynamik-Paket mit und hoffen, uns damit im Vergleich zu unseren jüngsten Auftritten signifikant steigern zu können. Es ist unser Ziel, der Spitze wieder näher zu rücken.

Der Kurs ist schön zu fahren und anspruchsvoll. Es gibt einige Hochgeschwindigkeitskurven, einige langsam zu durchfahrende Kurven und eine Haarnadel, die man sehr heftig anbremsen muss. Wir haben alle schon sehr viele Kilometer in Barcelona zurückgelegt, dass wir den Streckenverlauf vermutlich blind kennen.“

Nick Heidfeld:
„Wir kennen die Strecke von Barcelona in- und auswendig, weil wir da früher ständig testeten. Ich war unheimlich oft dort. Sogar im vergangenen Jahr hatten wir in Barcelona noch 16 Testtage. 2009 waren es vier Tage im März, zwei pro Fahrer, und dabei bleibt es. Barcelona ist eine schwierige Rennstrecke, weil sie eine Vielzahl von Anforderungen stellt und der Kurs stark auf Umgebungsbedingungen reagiert. Ändern sich Wind, Temperatur oder Grip-Level auch nur ein wenig, passt ruckzuck die Abstimmung nicht mehr, die eben noch gut war.

Wie alle im Team setze auch ich Hoffnungen auf unser neues Aerodynamik-Update. Das Team hat unheimlich Energie darin investiert, um aufzuholen. Ich hoffe, wir stehen in Barcelona im Verhältnis zur Konkurrenz tatsächlich etwas besser da, aber das ist schwer abzusehen, weil jedes Team mehr oder weniger große Nachrüstpakete zum Europaauftakt mitbringen wird.“

Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
„Mit dem Großen Preis von Spanien beginnt in Barcelona nach vier Übersee-Rennen die Europasaison. Traditionsgemäß stellt das so etwas wie einen zweiten Saisonstart dar.

Für unser BMW Sauber F1 Team trifft das in diesem Jahr ganz besonders zu, denn wir können mit den ersten vier Rennen überhaupt nicht zufrieden sein. Nach den positiven Wintertests hat sich jeder im Team den Saisonstart anders vorgestellt. Das Auto ist nicht schnell genug, und durch den zweiten Platz von Nick Heidfeld in Malaysia haben wir erst eine Podium-Platzierung auf dem Konto.

Wir gehen diese Herausforderung positiv an und arbeiten sowohl in München als auch in Hinwil intensiv daran, zur gewohnten Form zurückzufinden. In Barcelona bringen wir ein umfassendes Entwicklungspaket mit dem Schwerpunkt Aerodynamik an den Start. Für die laufende Saison sind weitere Schritte bereits in Arbeit.“

Willy Rampf, Head of Engineering:
„Obwohl die Teams die Strecke in Barcelona von den Testfahrten bestens kennen, stellt dieser Kurs immer wieder aufs Neue eine Heraus¬forderung dar. Tatsache ist, dass sich hier die Streckenverhältnisse rasch ändern können und der Wind oft einen großen Einfluss auf das Handling bei Kurvenfahrt hat.

Wir werden in Barcelona mit einem umfangreichen Entwicklungspaket am F1.09 antreten, das wir für den Europa-Auftakt gebündelt haben. Völlig neu sind die Fahrzeugnase, die stärker eingezogenen Seitenkästen und der Heckflügel. Darüber hinaus wurden der Frontflügel, die Motorabdeckung sowie der Unterboden weiterentwickelt. Von diesen Verbesserungen erwarten wir einen deutlichen Rundenzeitgewinn.

Natürlich wissen wir, dass die andern Teams in Barcelona ebenfalls Modifikationen an ihren Autos haben werden. Dennoch gehen wir davon aus, dass wir den Abstand nach vorne reduzieren können. Die Gewissheit werden wir jedoch erst am Rennwochenende erhalten, weil wir bisher nur die Resultate aus dem Windkanal und von den Simulationen kennen und wir ja nicht mehr vorab auf der Rennstrecke testen können. Für die Ingenieure wird es bestimmt eine große Herausforderung, das gesamte Potenzial des Autos an der Strecke effizient umzusetzen.“


01 Mai 2009
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