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Großer Preis der Türkei, Renault F1 Team: Ich will gute Resultate einfahren

Großer Preis der Türkei, Renault F1 Team: Ich will gute Resultate einfahren
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Mit dem Großen Preis der Türkei meldet sich die Formel 1 aus der Sommerpause zurück. In der Metropole am Bosporus ist die Formel 1 erst seit 2005 zu Gast. Der Große Preis der Türkei schlägt eine Brücke zwischen Europa und Asien, denn der supermoderne Istanbul Speed Park mit seiner 5,340 Kilometer langen Rennstrecke liegt im asiatischen Teil der Stadt. Die tägliche Fahrt vom Zentrum dorthin ist eine faszinierende Reise durch die Kulturen, ein Pendeln zwischen Tradition und Moderne.

Guter Einstand

Für die touristischen Reize seiner Dienstreise in die Türkei wird Heikki Kovalainen vermutlich keinen Blick haben. Der Renault F1-Pilot, der mit diesem Rennen auf die Zielgerade seiner ersten Formel-1-Saison einbiegt, setzt andere Prioritäten. „Ich wollte gleich im ersten Jahr um den Titel mitfahren, aber das war wohl zu sehr Wunschdenken”, zieht er eine vorläufige Bilanz. „Jetzt will ich noch einige gute Resultate holen.”

Der Finne ist nicht wirklich unzufrieden mit seinem Einstand in der Königsklasse des Motorsports. „Ich habe schon jetzt viel gelernt”, sagt er. „Der Saisonstart war nicht großartig, aber jetzt beginnt es zu laufen. Ich habe einige Fehler gemacht, aber wenn man nach einem schlechten Qualifying weit hinten steht, dann lernt man automatisch, wie man sich durch den Verkehr nach vorne arbeitet.”

Starkes Rennen

Wie das geht, demonstrierte Heikki Kovalainen zuletzt auch beim Rennen auf dem Hungaroring. Vom elften Startplatz ins Rennen gegangen, hatte er einen guten Start, attackierte pausenlos und machte mehr Positionen gut als jeder andere Fahrer. Als Achter wurde er dafür mit einem WM-Punkt belohnt. „Er ist ein sehr starkes Rennen gefahren, war aggressiv und ließ zu keinem Zeitpunkt nach”, lobte Renault F1-Teamchef Flavio Briatore. Chefingenieur Pat Symonds schloss sich an: „Er war das ganze Rennen über am Limit unterwegs und rettete für uns einen Punkt.”

Danach erholte er sich bei einem Heimaturlaub im beschaulichen Suomussalmi, wo sein Vater immer noch Bus oder Taxi fährt, vom Formel-1-Stress. „Mein Leben in Finnland ist völlig anders”, sagt er. „Wenn ich zu Hause ankomme, ist alles auf einen Schlag ruhig. Dann treffe ich mich mit Freunden, wir gehen im Wald grillen und ich lade meine Batterien auf. Den Leuten dort ist es egal, wenn ich keine Topklamotten trage. Natürlich kennen sie mich, aber sie lassen mich in Ruhe.”

Optimistisches Ziel

Durch seinen Punktgewinn auf dem Hungaroring liegt Heikki Kovalainen in der Fahrerweltmeisterschaft als Achter nur noch einen Punkt hinter seinem Teamkollegen Giancarlo Fisichella. Der Italiener wurde in Ungarn Zwölfter und ging leer aus. Mit großem Vorsprung vor seinen Verfolgern belegt Renault F1 in der Konstrukteurswertung nach wie vor den vierten Rang. Den Kampf um den dritten Platz hat die Equipe Jaune allerdings noch nicht aufgegeben.

„Unser Ziel für die restlichen Rennen dieser Saison ist es, hinter McLaren und Ferrari dritte Kraft zu werden”, sagt Heikki Kovalainen, „und das kann uns gelingen.”


20 August 2007
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