Großer Preis von Ungarn: Renault F1 im Focus | Click to enlarge |
Beim Großen Preis von Ungarn erwartet Renault F1 eine Rückkehr zu alter Stärke. „Wir blicken nach vorne und werden aus unseren Fehlern lernen”, gab sich Renault F1-Chefingenieur Pat Symonds vor dem Rennen auf dem Hungaroring zuversichtlich. „Unsere Performance in Ungarn wird sicherlich besser sein als das, was von uns zuletzt auf dem Nürburgring zu sehen war.”
Mit dem Rennen auf dem 4,381 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs vor den Toren Budapests, auf dem sich 1986 für die Formel 1 der Eiserne Vorhang öffnete, verabschiedet sich die Königsklasse des Motorsports in eine kurze Sommerpause. Der Große Preis von Ungarn, so die Experten, wird dadurch zum Trendbarometer für das letzte Saisondrittel.
Gute Chance
Nach dem Aufwärtstrend der letzten Rennen wollte Renault F1 auf dem Nürburgring eigentlich den Abstand zur Spitze weiter verkürzen. Doch die Equipe Jaune musste sich mit dem einen WM-Punkt zufrieden geben, den Heikki Kovalainen als Achter holte. Sein Teamkollege Giancarlo Fisichella ging als Zehnter leer aus.
„Angesichts des wechselhaften Wetters sind wir Risiken eingegangen, die sich leider nicht ausgezahlt haben – zum Beispiel mein frühzeitiger Wechsel auf Regenreifen bei meinem letzten Tankstopp”, sagte Heikki Kovalainen. Weil der vorhergesagte Regen erst mit Verspätung einsetzte, musste er seine Reifen auf der trockenen Piste schonen. Das kostete mehr Zeit, als er später aufholen konnte. „Wir hatten heute die Chance auf ein gutes Ergebnis, doch wir konnten sie nicht umsetzen”, meinte Giancarlo Fisichella. „Wir haben uns das ganze Wochenende schwer getan. Jetzt müssen wir hart arbeiten, um in Budapest wieder besser dazustehen.”
Neue Zuversicht
Die Rennanalyse von Pat Symonds fiel wie gewohnt nüchtern aus. „Wenn sich die äußeren Bedingungen so schnell ändern wie wir das auf dem Nürburgring erlebt haben”, so der Renault F1-Chefingenieur, „dann müssen wir ebenso schnell und effizient auf die neuen Herausforderungen reagieren. Das ist uns offensichtlich nicht gelungen.”
Neue Zuversicht für den Großen Preis von Ungarn holte sich das Team in der Vorwoche bei Testfahrten in Jerez, den letzten vor der Sommerpause. Dabei erprobte Heikki Kovalainen die neuesten aerodynamischen Komponenten für den Renault R27 und war hinterher sichtlich zufrieden. „Die gesammelten Daten sollten uns erlauben, weitere Fortschritte zu erzielen”, sagte der Finne. „Ich bin optimistisch, dass wir unser Auto für die kommenden Rennen weiter verbessern können.”
Ermutigende Tests
Durch seinen Punktgewinn auf dem Nürburgring konnte Heikki Kovalainen in der Fahrerweltmeisterschaft seinen Rückstand auf Giancarlo Fisichella weiter verkürzen. Der Finne ist Achter – einen Platz und nur noch zwei Punkte hinter dem Italiener In der Konstrukteurswertung belegt Renault F1 mit großem Vorsprung vor seinen Verfolgern nach wie vor den vierten Rang.
Die ermutigenden Testergebnisse von Jerenz lassen die Verantwortlichen von Renault F1 zuversichtlich auf den Rest der Saison blicken. Für Teammanager Steve Nielsen war das Nürburgring-Rennen jedenfalls kein Hinweis auf die zukünftige Performance des Teams. „Bei den Rennen vorher konnten wir uns definitiv verbessern”, erklärte er. „Ich bin sicher, wir werden schnell wieder auf dieses Niveau zurückkehren.” Den ersten Schritt hin zur alten Stärke will das Team auf dem Hungaroring machen.
30 Juli 2007
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