ecoFLEX-Umweltinitiative: Zuerst verschrottet Opel 'alte Stinker' | Click to enlarge |
„Moderne, schadstoffarme Fahrzeuge können die Umwelt nur entlasten, wenn sie auch die alten Stinker ersetzen, die noch massenhaft auf Deutschlands Straßen fahren“, erläuterte Alain Visser, Marketingchef bei Opel, „deshalb erhält beim Opel-Händler ab sofort jeder Neuwagenkunde 1.000 Euro Prämie für die Verschrottung seines Altfahrzeugs, egal welcher Marke. Wirkungsvoller kann man eine sofortige Umweltentlastung nicht erzielen.“ Ein zusätzlicher Umweltbonus von 1.000 Euro sowie eine Finanzierung ohne Zinsen und Raten runden das Angebot ab.
Bei 1.000 stillgelegten Benzinfahrzeugen mit EURO-1-Norm aus den frühen Neunzigern werden so pro Jahr – bei 16.000 Kilometern Laufleistung - unter anderem 9,6 Tonnen Stickoxide (NOx) und 34,6 Tonnen Kohlenmonoxid (CO) reduziert. Und durch den um bis zu 30 Prozent geringeren Verbrauch der effizienten, modernen Opel-Motoren werden der Umwelt rund 1,4 Tonnen des Treibhausgases CO2 erspart. Bei Dieselfahrzeugen entfallen dank moderner Filtertechnik von Opel rund 2,8 Tonnen Partikel – die Emission sinkt damit praktisch auf Null.
Umweltverantwortung und Kundenbedürfnisse gleichberechtigt
„Wir engagieren uns seit Jahren mit technischen Innovationen im Umweltschutz, weil wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und gleichzeitig die Kundenbedürfnisse ernst nehmen. Beides gehört für uns gleichberechtigt zusammen“, erklärte Alain Visser. Er erinnerte daran, dass Opel 1989 der erste Automobilhersteller war, der in alle seine Fahrzeuge, vom Kleinwagen bis zur großen Limousine, einen geregelten 3-Wege-Katalysator einbaute. „Opel hat schon immer technische Innovationen als erster Hersteller demokratisiert, lange bevor andere nachzogen“, ergänzte Visser. So war Opel ebenso der erste deutsche Autoproduzent, der 2005 den wartungsfreien Dieselpartikelfilter serienmäßig breit in seiner Modellpalette einführte. Zudem ist Opel Pionier und technischer Vorreiter bei Erdgasfahrzeugen, die besonders wenig Schadstoffe und CO2 emittieren. „Über die Umwelt kann man lange debattieren - oder in guter Opel-Tradition schnell handeln“, begründet Visser die neue Umweltinitiative. „Dazu werden wir in den nächsten Monaten und Jahren weitere Belege liefern.“
Deutschland mit ältestem Fahrzeugbestand in Europa
Wie nötig die Erneuerung des Fahrzeugbestandes in Deutschland ist, zeigte Professor Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des Studienganges Automobilwirtschaft an der Fachhochschule Gelsenkirchen und Direktor des Center of Automotive Research (CAR). Im Jahr 2000 lag das Durchschnittsalter der Fahrzeuge in Deutschland noch bei 6,9 Jahren. Mittlerweile ist es auf 8,1 Jahre angestiegen. Im Vergleich dazu liegt das Durchschnittsalter in Frankreich heute bei 8,0 Jahren, in Italien bei 7,4 Jahren, in Spanien bei 7,3 Jahren, in Belgien bei 7,2 Jahren, in England bei 7,1 Jahren, in Irland bei 6,0 Jahren und in Luxemburg gar bei 5,5 Jahren. In West-Europa sind es im Durchschnitt 7,8 Jahre. Die lange Konjunkturflaute, über Jahre steigende Treibstoffkosten, Käuferverunsicherungen durch fehlende gesetzgeberische Klarheit bei Feinstaub-Immissionen, Russpartikel-Emissionen, CO2-Emissionen sowie mangelnde Kaufkraft in Deutschland haben dazu geführt, dass sich die deutschen Privathaushalte beim Autokauf in den vergangenen Jahren deutlich zurück gehalten haben, analysiert Professor Dudenhöffer seine Ergebnisse.
Globale Dreifachstrategie hin zum Null-Emissionen-Fahrzeug
Opel und die Konzernmutter General Motors verfolgen in Fahrzeugbau und Motorenentwicklung eine globale Dreifachstrategie, deren Ziel das Null-Emissionen-Fahrzeug ist. Die kurz-, mittel- und langfristige Ziele erhalten dabei unterschiedliche Antworten:
- Kurzfristig die Weiterentwicklung von Benzin- und Dieselmotoren sowie zunehmend Erdgas, die voraussichtlich in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren die vorherrschenden Energieträger bleiben werden. Ergänzt und teilweise ersetzt werden sie durch alternative Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen wie Biogas und Ethanol.
- Mittelfristig bleibt das Thema Hybrid-Antrieb aktuell.
- Langfristig arbeitet GM mit hohem technischen und personellen Aufwand sowie Milliarden Investitionen an der Wasserstoff basierten Brennstoffzellentechnik.
06 Juni 2007
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