Denkwürdiges Zusammentreffen beim Kaiserpreis-Rennen | Click to enlarge |
1914 meldet Opel für den Grand Prix im französischen Lyon gleich drei weiße Rennboliden an, gefahren von Carl Jörns, Emil Erndtmann und Franz Breckheimer. Erndtmann und Breckheimer scheiden in der zwölften Runde durch Unfall und technischen Defekt aus. Carl Jörns erringt in einer aufsehenerregenden Aufholjagd Platz zehn. Eines der Fahrzeuge wird zur Reparatur nach Rüsselsheim zurückgebracht; es ist heute noch in Firmenbesitz. Die beiden anderen werden zum nächsten Grand Prix verschifft, der im englischen Brooklands stattfindet.
Doch zur geplanten Revanche am 3. August kommt es nicht mehr, denn der erste Weltkrieg bricht aus und das deutsche Kaiserreich mobilisiert seine Truppen. Die bereits angereiste Opel-Mannschaft muss Hals über Kopf fliehen. Die beiden wertvollen Rennwagen werden beschlagnahmt und bleiben auf der Insel. Sie werden später von englischen Fahrern eingesetzt und holen in den 20er Jahren in Brooklands, Yorkshire und London mehrere Siege.
1990 wird einer der Wagen von Richard Wiens erworben, einem renommierten deutschen Opel-Händler aus Billerbeck, der es sich nicht nehmen ließ, den Wagen beim Kaiserpreis-Rennen selbst zu fahren. Der andere Bolide befindet sich noch heute noch in englischem Privatbesitz - sein Eigner John Bentley gewann am Wochenende in Bad Homburg den Concours d’ Elegance als schönstes Auto der Veranstaltung. Wagen Nummer drei, der aus der werkseigenen Opel Classic-Sammlung stammende Grand Prix Rennwagen, wurde von Roland Schmucker gelenkt.
Weiterer Erfolg für die Rüsselsheimer Opel-Classic-Sammlung: In einem Rennwagen aus dem Jahr 1903 gewann das Team Alexander Petermann/Jens Cooper den ersten Platz in der Kategorie Nationenwertung Deutschland 1“
05 Juni 2007
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