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Die Jaguar-Limousine von Morgen

Die Jaguar-Limousine von Morgen
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Heute präsentiert Jaguar auf der North American International Auto Show in Detroit die Konzeptstudie Jaguar C-XF. Die viertürige Limousine präsentiert sich als eindrucksvolle Mischung aus puristischem Design und unmissverständlicher Dynamik. Sowohl im Exterieur als auch im Interieur geht sie noch einen Schritt weiter als der 2005 vorgestellte XK und gilt somit als Vorbote für die nächste Generation atemberaubender Jaguar Sportlimousinen. Speziell an der Frontpartie, die das beliebte „Vieraugen“-Thema zugunsten einteiliger und keilförmiger Scheinwerfer aufgibt, zeigt sich der Wille der Jaguar-Designer zur Veränderung. Zu den zahlreichen Technik-Innovationen des Jaguar C-XF zählen ein Kabelbaum aus Kohlefaser, über Sensoren zu aktivierende Türgriffe und High-End-Audioboxen des renommierten Herstellers Bowers & Wilkins. Der aus dem Jaguar XKR bekannte 4,2 Liter-V8 Kompressor schickt 420 PS auf die Hinterräder.    

„Der Jaguar C-XF und die durch ihn inspirierten Limousinen-Baureihen zeigen die neue Designrichtung von Jaguar", betont Bibiana Boerio, Managing Director von Jaguar Cars. „Bei der Präsentation des XK kündigten wir eine produktbezogene Neuausrichtung unseres Unternehmens an. Wir versprachen für die Zukunft aufregende, luxuriöse und schnelle Autos. Mit dem neuen XK lösten wir 2005 dieses Versprechen ein, jetzt stellt der C-XF unter Beweis, dass diese Attribute auch in einer Limousine umzusetzen sind.“

Für das Design war jenes Team verantwortlich, das unter Leitung von Ian Callum (Jaguar-Designdirektor) und Julian Thompson (Leiter Advanced Design) bereits den inzwischen mehrfach preisgekrönten Sportwagen XK entwarf. Für Callum ist die Detroiter Studie „ein klares Bekenntnis zu designerischer Klarheit und Effizienz. Er interpretiert gestalterische Konstanten, die jedem großen Jaguar zugrunde liegen, auf erfrischende Weise neu. Der C-XF ist ein absolut modernes Auto, zollt aber berühmten Vorgängern wie dem XK 120 sowie den Limousinen Mk VII von 1950 und Mk 2 von 1959 den gebührenden Respekt.“

Um dem C-XF trotz Limousinen-Architektur das von einem Jaguar erwartete sportliche Profil zu geben, musste die gesamte Außenhaut so eng wie möglich an der Karosserie anliegen. Heraus gekommen ist laut Ian Callum „die absolute Definition eines Athleten auf Rädern“. In der Tat bezieht der C-XF einen Großteil seiner Schönheit aus dieser Oberflächenspannung. Von seiner Eckigkeit geht eine unterschwellige Bedrohung aus. „Ein Jaguar sollte als ‚cooles‘ Auto gelten“, fordert Callum. „denn coole Autos ziehen interessante, ‚kantige‘ Typen an.“  

Schwarz verchromter Kühlergrill sitzt in einer tiefen Aussparung
Cool und aggressiv wirkt auch der schwarz verchromte Kühlergrill. Anstatt bündig mit der Oberfläche abzuschließen, sitzt er zurückversetzt in einer tiefen Aussparung. „Ein Jaguar braucht einen ausdrucksstarken Grill, ein Gesicht“, betont Callum. „So reicht ein Blick in den Rückspiegel, um den ‚Klassiker‘ sofort zu identifizieren.“

Neue Wege gingen die Designer wie bereits erwähnt auch beim Design der Scheinwerfer. Anstelle des für die drei aktuellen Limousinen-Baureihen bindenden „Vieraugen“-Themas wählten sie einteilige, keilförmige und eckig geformte Einheiten. Ein zwischen den einzelnen Birnen gespannter blauer Lichtstreifen lässt an die Pupillen einer Katze denken.

Die Haupt-Charakterlinie des Jaguar C-XF zieht von vorn nach hinten. Sie erzeugt eine ununterbrochene Schulter, die in einem markanten Muskel über dem Hinterrad ausläuft. Oberhalb davon schließt sich eine flache, sportliche Kabine an, die mit Zierstreben aus Aluminium die Fenstergraphik betont. Am Heck geht die stark akzentuierte Schulter in ein gedrungenes und sich stark verjüngendes Heck mit betont ausgeformtem Diffusor über.
Einsätze in weißer Keramik signalisieren Zonen hoher Strömung oder Hitze
Die Außenfarbe „Metashine Silber“ kontrastiert mit Einsätzen in Chrom oder Aluminium. Zusätzlich weist der Einsatz weißer Keramik auf Zonen mit dynamischer Luftströmung oder hohem Wärmeaustausch hin – wie an den seitlichen Belüftungsschlitzen und den Auspuffendrohren. „Über diesen ‚Ton-in-Ton’-Effekt wollen wir erreichen, dass sich die Leute Gedanken über die verwendeten Materialien machen; darüber, wie sie mit den Funktionen des Wagens interagieren,“ erklärt Julian Thompson.

Im laut Ian Callum „aufregendsten Interieur, das je bei Jaguar entstanden ist“, lag die Betonung auf maßgeschneiderter Qualität anstelle von überbordendem Luxus. Davon zeugen die gewichtsoptimierten, mit Semi-Anilin-Leder bezogenen vorderen Schalensitze. Dank ihres großzügig gepolsterten Lendenwirbelbereichs und spezieller Belüftungskanäle bieten sie aber ebenso wie die beiden Einzel-Sitzschalen im Fond hohen Komfort.

Angesengtes Pappelholzfurnier sorgt für besonders schönen Glanz
Das „Ton-in-Ton“-Thema des Exterieurs haben die Designer auch innen fortgeführt. Hauptaugenmerk ist hier das aus gebürstetem Aluminium gefertigte Armaturenbrett, das sich mit einer linearen Grafik rund um die Kabine zieht. Als Gegengewicht zum kühlen Leichtmetall fungieren besonders hochwertig verarbeitete Dekors in Holz und Leder. Teile der Türinnenverkleidungen und des Mitteltunnels sind mit angesengtem Pappelholzfurnier verkleidet, um einen besonders schönen Glanz zu erzeugen.

„Jaguar ist bekannt für komplett in Holz und Leder gestaltete Innenräume. Doch haben wir diesmal diese traditionellen Materialien auf sehr zeitgemäße Art neu behandelt“, beschreibt Alister Whelan, einer der für den C-XF zuständigen Interieur-Designer. „Da wir zum Beispiel kein gemasertes Leder für die Sitze verwendeten, sehen diese aus wie mit Neopren überzogen. Ferner ist im gesamten Innenraum des C-XF keine einzige Steppnaht zu sehen, so dass der Eindruck entsteht, als sei er komplett in Leder gehüllt.“

Unsichtbare Türgriffe fahren wie von Geisterhand aus
 „Der C-XF zeigt innovative Technologien, die zum Teil schon in der nächsten Generation neuer Jaguar-Modelle zum Einsatz kommen werden“, kündigt Ian Callum an. Dazu zählen unter anderen berührungsfreie Bedienlösungen wie JaguarSense. Die neue Prototypen-Technologie arbeitet mit vier unsichtbar in den Türen versteckten Sensoren, die bereits reagieren, wenn eine Hand über sie streicht. Dann fahren zuvor verdeckte Türgriffe aus.

Ein fünfter Sensor sitzt im Armaturenbrett und reagiert auf eine sich nähernde Hand mit der Freigabe eines so genannten Dual View-Monitors, der unterschiedliche Darstellungen für Fahrer und Beifahrer anzeigt. Das vom Infotainment-Spezialisten Alpine im Jaguar-Auftrag entwickelte System nutzt ein Bild-Trenngitter, das Licht separat in die einzelnen Sehkanäle für Fahrer und Beifahrer leitet. So kann zum Beispiel der Beifahrer einen DVD-Film sehen, während der Pilot den Befehlen des Navigationssystems folgt.

Premium Sound wie in den Londoner Abbey Road Studios
Stereoklänge der Superlative bietet die Audio-Anlage des führenden britischen Herstellers  Bowers & Wilkins. In den weltberühmten Abbey Road Studios in London gelten B & W-speaker als „Audio-Referenzlautsprecher“. Im C-XF betören sie neben der überragenden Klangwiedergabe durch ein wundervolles Katzenaugen-Design.  

Beim Blick in den Motorraum fällt neben dem 4,2-Liter-V8 Kompressor als Technik-Premiere der Kabelbaum aus Kohlefaser ins Auge. „Der Traum eines jeden Designers“, schwärmt Julian Thompson. „Wir dachten erst, ewig mit dem Kabelgestrüpp leben zu müssen.“ Die neue WCT (Wire in Composite-Technologie) von Beru F1 Systems umschließt jedes Kabel mit einer flachen Kohlefasermanschette, die nicht nur Schutz vor Beschädigungen, sondern auch Vorteile beim Package und Gewicht bietet. Und wie gesagt – auch die Optik stimmt. 

So ist der C-XF weit mehr als nur eine weitere Konzept-Studie von Jaguar. Seine Bedeutung für das künftige Design und mögliche Zukunfts-Technologien ist immens.  „Die Studie Jaguar C-XF ist der dynamischste und modernste Viertürer, den Jaguar jemals auf die Räder gestellt hat. Dieses Vorzeigeobjekt steht für eine Zukunft, die für Jaguar mindestens genauso aufregend sein wird wie der C-XF selbst“, bekräftigt noch einmal Designchef Ian Callum.


15 Januar 2007
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