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Volkswagen und Stadt Wolfsburg renaturieren Allerniederung zwischen Kästorf und Warmenau

Volkswagen und Stadt Wolfsburg renaturieren Allerniederung zwischen Kästorf und Warmenau
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Volkswagen und die Stadt Wolfsburg haben mit umfangreichen Arbeiten zur Renaturierung einer Fläche von mehr als 100 Hektar begonnen. Die Baumaßnahmen auf dem Gelände zwischen Kästorf und Warmenau sollen Ende 2007 beendet werden.

In diesem Projekt von Volkswagen und der Stadt Wolfsburg wird die Aller in ihren naturnahen Zustand zurückversetzt, so dass vor den Toren des Volkswagenwerkes wieder Auen-Biotope und Lebensräume für viele seltene Pflanzen- und Tierarten entstehen können. Zusammen mit weiteren Naturschutzmaßnahmen, die an der Aller in der Wolfsburger Region geplant sind, entsteht so zwischen den Naturschutzgebieten Drömling und Barnbruch ein Korridor mit hohem ökologischen Wert und Wanderungswegen für Fischotter und Biber.

Mit dem Projekt schaffen Volkswagen und die Stadt Wolfsburg einen Ersatz für mehrere kleinere Feuchtbiotop-Flächen, die im Rahmen dringend notwendiger Baumaßnahmen auf dem Volkswagen Werksgelände verloren gegangen waren. „Indem wir mehrere Flächen und Maßnahmen in einem gemeinsamen Projekt bündeln, können Volkswagen und die Stadt Wolfsburg großflächig Naturschutz betreiben und gleichzeitig Kosten sparen", sagte Günter Damme, Umweltmanagement-Beauftragter von Volkswagen. „Volkswagen hat sich mit der Renaturierung der Allerniederung in einem Projekt engagiert, das bis hin zum niedersächsischen Umweltministerium hohe Anerkennung findet", sagte Werner Borcherding, Stadtrat der Stadt Wolfsburg. „Hier entsteht ein bedeutender Baustein zur Vernetzung des in Norddeutschland verbreiteten Feuchtgrünlands. Nach Abschluss der Bauarbeiten wird sich hier außerdem ein ausgezeichnetes Erholungs- und Naturerlebnisangebot unmittelbar vor unserer Haustür entwickeln. Wir werden damit wieder unter Beweis stellen, dass Naturschutz und Naherholung kein Widerspruch sein müssen."

Auf einer Weidefläche von rund 55 Hektar sollen winterfeste Rinder und Wildpferde den Bewuchs der Wiesen niedrig halten und so dafür sorgen, dass sich Wiesenvögel, Weißstorch, Frösche und Heuschrecken wohl fühlen können. Der Vorteil: Es muss kein Geld für das Mähen der Flächen ausgeben werden, außerdem wird das natürlich erzeugte Öko-Fleisch der Rinder von den Bauern vermarktet.

Bis ins kommende Jahr werden in der Allerniederung Bagger und Transportfahrzeuge eingesetzt. Es ist erforderlich, die noch kanalisierte Aller mit Einbauten zu verengen und neue Fließgerinne auszubaggern. Außerdem werden Furten, Holzstege sowie kleine Brücken für die Durchgängigkeit des Gebietes errichtet. Weidezäune werden gezogen und die vorbereitenden Arbeiten für die Entstehung von Wäldern und Gebüschen vorgenommen.

Die Umsetzung des Projektes wird bis Ende 2007 abgeschlossen. Für die daran anschließende Pflege der Allerniederung werden unter Leitung eines Gebietsbetreuers ortsansässige Landwirte und Gewässerunterhaltungs-verbände zuständig sein.


12 Dezember 2006
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