Audi RS 6 Avant: Die Kraftübertragung | Click to enlarge |
Die überlegene Leistung der 426 kW (580 PS) bedarf einer entsprechend starken Kraftübertragung. Der neue Audi RS 6 Avant hat serienmäßig eine sportlich ausgelegte tiptronic neuester Bauart mit sechs Fahrstufen an Bord. Sie leitet die Momente an den permanenten Allradantrieb quattro weiter, der sich ebenfalls am Prinzip höchster Dynamik orientiert.
Das sechsstufige Automatikgetriebe tiptronic ist der Vorreiter einer neuen Generation von Kraftübertragungen, die jetzt in der ganzen Audi-Palette einziehen. Es baut besonders kompakt und leicht und harmoniert perfekt mit dem dynamischen Charakter des RS 6 Avant. Sein Drehmomentwandler, der zumeist mit geschlossener Überbrückungskupplung arbeitet, seine Hydraulik und sein elektronisches Management, das sich am Fahrstil orientiert, wurden auf eine direkte Anbindung an den Motor optimiert. Die Reaktionszeit verkürzte sich auf eine Zehntelsekunde, die Schaltzeit auf die Hälfte – eine Kickdown-Rückschaltung dauert nicht mal mehr eine Sekunde. Die Übersetzungsverhältnisse sind gezielt kurz gewählt; auch im sechsten Gang beschleunigt der stärkste Serien Audi aller Zeiten noch eindrucksvoll.
Über den Wählhebel kann der Fahrer den Sportmodus „S“ anwählen; hier sind die Schaltkennfelder zu höheren Drehzahlen hin verschoben. Zudem lassen sich die Gänge manuell mit dem Hebel oder mit den Schaltwippen wechseln. Die in Aluminiumoptik ausgeführten Wippen sitzen hinter dem Lenkradkranz und drehen sich mit ihm.
Fahrspaß und Stabilität: Der quattro-Antrieb
Auch der neue Audi RS 6 Avant setzt, typisch Audi, auf den permanenten Allradantrieb quattro und auf die überlegene Traktion und den hohen Fahrspaß, die er unter allen Bedingungen bietet. Der quattro-Antrieb ist eine weitere große Sieger-Technologie von Audi aus dem Motorsport. Seine aktuelle Generation mit asymmetrisch-dynamischer Momentenverteilung stellt die Philosophie vom Vorsprung durch Technik ein weiteres Mal unter Beweis.
Ein zentrales Torsen-Mittendifferenzial, längs im Antriebsstrang eingebaut, verteilt die Kräfte auf die Vorder- und die Hinterachse. Im Normalfall fließen 40 Prozent der Momente nach vorn und 60 Prozent nach hinten – diese leicht heckbetonte Auslegung unterstreicht die konsequent sportliche Wesensart des Audi RS 6 Avant. Wenn sich die Straßenverhältnisse ändern, reagiert das rein mechanische Differenzial ohne jede Verzögerung – es kann bis zu 85 Prozent der Kräfte auf die hintere und maximal 65 Prozent auf die vordere Achse leiten. Falls ein Rad einer Achse durchdrehen sollte, wird es durch die elektronische Differenzialsperre EDS gebremst.
Für den Fahrer bedeutet dieses Technik-Paket höchste Agilität, extrem stabiles Fahrverhalten und kompromisslosen Grip am Ausgang der Kurve – auch auf nasser Fahrbahn, wenn die Wettbewerber hilflos mit ihren nur zwei angetriebenen Rädern scharren. Erhöht wird die Dynamik des RS 6 Avant noch vom vergleichsweise geringen Gewicht des Motors, das eine sauber austarierte Verteilung der Achslasten zur Folge hat. Zum selben Zweck sind die Batterie und das Energiemanagement im Gepäckraum untergebracht.
22 Januar 2008
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